Ich und Zeichnen?!?

Da bekomme ich zu Weihnachten von einem bekannten ein Übungsbuch für das Zeichnen Geschenk.

Zeichnen ist etwas das ich nicht kann, aber eigentlich schon immer gern können wollen wollte. Besonders weil meine Eltern wirklich hervorragend zeichnen können.
Mein Vater kann fantastische Landschaften oder Ortschaften zeichnen. Ich mag die Bilder so sehr, dass ich in meiner Küche gleich drei von ihm gezeichnete Bilder zu hängen habe.
Meine Mutter kann einfach alles zeichnen. Es gibt von ihr zwei Bilder die ich vor meinem geistigen Auge sehen wenn ich daran denke wie gut sie zeichnen kann.
Zum einen hatte sie mir als ich noch klein war, eine Geschichte geschrieben von einem kleinen Jungen der Zahnschmerzen hatte. Zu dieser Geschichte die Handgeschrieben war, hatte sie unten in der rechten Ecke einen Jungen gemalt der ein Tuch um seine Wange gewickelt hatte mit allem drum und dann. Ich weiß noch dass das Tuch rote Punkte hatte.
Und zum anderen, das zweite Bild, an das ich denke, war eine Szenerie wie man sie aus amerikanischen Filmen kennt, wo eine Person bei einem Psychiater auf der Couch liegt und der Arzt mit seinem Notizbuch mit etwas Abstand in seinem Ohrensessel Sitz.
Ich habe meine Eltern um diese Fähigkeit schon als kleines Kind beneidet und Wutanfälle bekommen weil ich so etwas einfaches wie eine Wolke schlicht nicht hinbekommen habe.



So habe ich mit dem Älterwerden das zeichnen für mich zu den Akten gelegt, zu denen dessen Inhalt lautet: „Kann ich halt einfach nicht. Man kann ja auch nicht alles können.“ – Diese Akte scheint bei mir recht Dick zu sein, aber dazu vielleicht an ein anderes mal mehr. –
Dennoch habe ich mich immer etwas geärgert wenn ich eine Zeichnung oder gar nur eine rudimentäre Skizze gesehen habe die mir gefiel, dass ich so etwas wohl nie umgesetzt bekomme.

Als das Buch, welches ich geschenkt bekommen habe, ausgepackt war zusammen mit einem Bleistifte-Set hat mich der Hafer gestochen und ich begann gleich zu Üben.

So war also einer meiner aller ersten Zeichnungen meines Lebens eine Blüte einer Narzisse und von Mohn.

Ich war so begeistert, dass ich mich noch am selben Abend an das zeichnen eines Auges ran gewagt habe.
Man bedenke, ich habe noch nie zuvor eine Zeichnung hinbekommen die auch nur im Ansatz meinen Ansprüchen genügte.

Ich bin gespannt wie lange ich das Interesse am zeichnen aufrechthalten kann und wie ich damit umgehen werde wenn ich Dinge nicht sofort gut hinbekomme.

Aber für die ersten Gehversuche im unbekannten Feld des Zeichnens sind die Ergebnisse gar nicht so schlecht – wie ich finde.

Ein Gedanke zu „Ich und Zeichnen?!?“

  1. Der Mohn hat es mir angetan … und als ich den Mund sah, musste ich ans Küssen denken. Das schöne am Hobby ist, dass man es für sich allein tut. Wenn es dann anderen gefällt, ist es natürlich umso schöner. Bau dir keinen Druck auf und verfolge das Malen und Zeichnen allein für dich. Alles andere ergibt sich mit der Zeit und Übung … 😉

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