Mutter sein mit Boderline Teil 1

Was für ein Scheiß. So viel Selbstreflexion kann doch kein Mensch leisten. Immer und immer regt man sich über die kleinste Kleinigkeit auf weil man die Abstrusesten Grundannahmen hat, die für das Selbstwert eine Qual sind.
Und dieses ständige verletzten auf die unterschiedlichsten weisen.
Noch viel gemeiner an dieser Störung ist, dass man ihr Medikamentös nicht bei kommt. Klar, man kann Antidepressiver nehmen wenn man eine solche Phase hat, nur löst das leider so gar nicht das eigentliche Problem.
Aber da muss man durch als Lurch wenn man ein Frosch werden will. Also immer wieder auf Anfang und für sich klären warum man jetzt ausgerastet ist, was für Gefühle den eigentlich dahinter stecken uvm. um es beim nächsten mal eventuell besser kontrollieren zu können.
Und jahrelange Therapie.

Ich gehe nun schon seit 11 Jahren immer mal wieder zur Therapie, selbst redet auch immer wieder mit mehreren Jahren Pause dazwischen.



Mit meiner jetztigen Therapeutin arbeite ich nun schon seit fast 6 Jahren zusammen. Und langsam aber sicher erkenne ich ein paar kleine Erfolge.
Aber warum musst ich eigentlich mit genau dieser Therapie vor 6 Jahren anfangen, die ich tatsächlich bis heute mache?
Das ist ganz einfach zu erklären, räuster.

Nach der Geburt meiner Tochter war ich schnell sehr überfordert. Dazu muss ich erwähnen das meine Tochter das erste Baby war mit dem ich je zu tun hatte.
Mein kleiner Liebling Isabel hat sehr viel geschrien, das mich als Mutter und noch mal mehr als Mutter mit einer Boderline Persönlichkeitsstörung sehr zermürbte.
Ihr Vater hat nicht verstanden was mit mir los war. Er konnte es auch gar nicht verstehen. Wie denn auch, wusste ich doch selbst nicht so recht was los mit mir war.

Ich hatte zwar schon mit 21 Jahren die Diagnose BPS bekommen und wusste das ich sehr aufbrausend bin/war, aber ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht was das für Probleme verursachen könnte wenn da ein kleiner Mensch ist der einem sein eigenes Leben vordiktiert.
Meine Wertgeschätzte Hebamme hat mich viel unterstützt und auch über die Wochenbettzeit hinaus begleitet.
Es eskalierte leider jedoch trotz Unterstützung soweit das ich und meine kleine Familie eine sogenannte Familienhebamme gestellt bekommen haben. Zu dieser Zeit waren der Vater meiner Tochter und ich schon in einer Paartherapie. Da der Stress der in mir tobte auch viel Stress in die Familie gebracht hatte. Zeitgleich zu der Familienhebamme wurde auch eine „Therapie“ nach Marte Meo mit mir und meiner Tochter durchgeführt, bei mir zu Hause.
Meine Familienhebamme hatte mühe an mich heran zu kommen, stellte aber nach einiger Zeit (drei Wochen) fest, dass ich eine Wochenbettdrepression hatte. Man sollte erwähnen das zu diesem Zeitpunkt meine kleine Isabel schon fast ein Jahr alt war.
Schöne scheiße!

Also musste ich für mich auch noch eine Therapie suchen. Und so kam es, dass an mir an drei Fronten gleichzeitig rum therapiert wurde. Und das während ich ein Vollzeitstudium versucht habe durchzuziehen.
Nun gut… ran an Werk:
Die Paartherapie lief mal so gar nicht. Der Vater und ich mussten schon nach den ersten zwei Sitzungen getrennt weiter betreut werden. Wie haben uns nicht ein mal zusammen reisen können, haben uns nur verbal angegriffen.
Bei der Marte Meo Therapie wurde klar das sich schon längst eine Mutter-Kind-Bindungsstrung etwickelt hatte.
Und in meiner eigenen Psychotherapie war lange nicht klar wo die Reise hin gehen soll. Da ich lange Zeit echte Wutanfälle bekommen wenn der Vater meiner Tochter mal wieder nicht gestaubsaugt hatte. Immer und immer wieder gleiche Thema und einfach kein Ende in Sicht.

Wie eigentlich zu erwarten war führte diese Situation zu noch mehr Spannungen in der Familie, speziell zwischen dem Vater und mir. Die restliche Familie tat so als wäre nix oder konnte einfach nicht verstehen was denn das Problem sein.

Ich fühle mich absolut zerrissen und hoffnungslos Überfordert.

So zog sich diese Lebenssituation eine ganze Weile hin… und die Therapien eine nach der anderen abgebrochen wurde.
Zu erst die Geschicht mit dem Marte Meo Projekt. In der Folge dann die Paartherapie zwischen dem Vater von Isabel und mir. Das was bleibt war meine eigene Therapie.

Es sollte der Zeitpunkt kommen an dem ich mich soweit aus meiner eigenen Familie zurückgezogen hatte, dass ich von einem Tag auf den anderen ausgezogen bin und meine Tochter bei ihrem Vater lies. Zu diesem Zeitpunk sah ich einfach keinen anderen Weg.
Ich war natürlich nicht aus der Welt, ich habe immer noch den Haushalt für den Vater meiner Tochter gemacht und war soweit es mir möglich war für meine Tochter da.

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