Wie sie lebt nicht bei dir?

Der Umstand das ich meine Tochter bei ihrem Vater gelassen habe als wir uns trennten (im guten Glauben, dass er das gut meistern wurde) ist einer, der in dieser Gesellschaft nicht gut aufgenommen wird. Man muss doch als Mutter immer für das Kind da sein und es hat auch bei eben dieser Mutter zu leben.
Mit dem ersten Teil des vorangegangenen Satzes gehe ich d’accord, mit dem zweiten Teil jedoch nicht. Ich finde das man nicht nur mit der puren Anwesenheit zeigen kann das man da ist.

Das Kredo scheint zu sein: Bis zur Selbstaufgabe und noch weit darüber hinaus für das Kind dazu sein. Völlig egal was das für das Kind bedeuten kann.
Ich hätte nie gedacht, dass diese Denke selbst in der heutigen Zeit, immer noch so sehr verankert ist. Es so stark ist das man sich wirklich unter Druck gesetzt fühlt von dieser Gesellschaft.

Ich sage mir jedoch inzwischen:

warum denn bitte muss die Mutter immer alleinerziehend sein, wozu hat ein Kind denn ein zweites Elternteil (sofern es einen gibt)?
Ich stelle mir die frage welche Personen denken so und äußern ihren Missmut mir gegenüber?
Damit relativiert sich doch so einiges. Und der Druck den ich verspüre in diesen Momenten ist nicht mehr so riesig.

Ich habe gelernt: sind die Eltern nicht glücklich und haben zudem große Probleme, so kann das Kind auch nicht glücklich sein und wird auch Probleme haben.
Und wenn Elternteile ihre Schwächen nicht kennen und/oder sie sich diese nicht eingestehen können/wollen, dann schadet man seinem Kind.
Der letzte Absatz gibt für alle Eltern nicht nur für die mit einer Boderline Persönlichkeitsstörung.

Ein Gedanke zu „Wie sie lebt nicht bei dir?“

  1. Sicherlich sind viele Äußerungen der Art, dass du Mutter sein musst, vom ‚alten‘ Rollenverständnis geprägt. Da solltest du drüber stehen. Für meine Mutter war ich ein Unfall, weswegen sie meinen Vater heiraten musst. Das alte Rollenbild eben. Zum Dank gab es Hiebe statt Liebe. Wenn du nicht ‚Vollzeitmutter‘ sein kannst, dann ist es eben so. Das sollte in den Köpfen der Menschen möglich sein wie all die anderen Dinge, die sich mit der Zeit ändern. Lieber so, als dass das Kind darunter leiden muss.

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