Mutter sein mit Borderline Teil 3

Es gibt unfassbar viele Erziehungsratgeber auf dem Markt. Ich für mein Teil habe jedoch lange Zeit keines dieser Bücher gelesen.
Warum eigentlich nicht? Nun ja… ganz einfach. Solche Ratgeber sind doch selten für Menschen geschrieben die eine Persönlichkeitsstörung haben. Das lesen eines solchen Buches würde zwangsweise zu Frustration führen. Ein Weiterer Grund warum ich diese Bücher nicht angefasst habe liegt darin, dass jeder Mensch anders ist, somit auch jedes Kind. Es muss einem also klar sein – und das bevor man so ein Buch auch nur in die Hand nimmt – das nicht alle Tipps und Tricks helfen und/oder Zielführend sind. Es kann sorg ins Gegenteil umschlagen und fast schon schädlich werden.
Aber was tun nun Eltern mit einer BPS? Menschen die zumeist Probleme habe haben ihre Impulse zu steuern, also eine Impuls-Kontroll-Störung haben. Als Vorbildfunktion ist so ein Verhalt ja nun nicht geeignet.



Nach Jahren der Therapie war ich dann endlich mal so weit ein Buch das mir einige Dinge erklärt in die Hand zu nehmen. Jedoch war es kein Erziehungsratgeber im klassischen Sinne. Meine Therapeuten hat mir das Buch Hirnzellen lieben blinde Kuh empfohlen. Nicht um mein Kind besser zu verstehen, sondern um mich besser zu verstehen.
Viele Verhaltensformen von Menschen mit einer BPS kennt man auch von Kindern. Also habe ich mit dem lesen dieses Buches gleich zwei fliegen mit einer klappe geschlagen, ich habe mich und mein Kind etwas besser verstanden.
In diesem Buch wird explizit zu beginn geschrieben das man das Buch erst zu ende lesen solle, bevor man anfängt einige Dinge daraus auszuprobieren. So würde ich es mit jedem „Ratgeber“ handhaben.
Ein Weiteres Buch das ich JEDEM Empfehlen würde trägt den Titel: Wenn die Giraffe mit dem Wolf tanzt. Dieses Buch beschäftigt sich mit unserer Kommunikation. Somit ist es nicht nur für die Erziehung hilfreich, sondern auch für alle zwischen Menschlichen Beziehungen.

Selbstredend lässt sich nicht immer alles sofort umsetzen, das sollte einem klar sein. Es wird auch mal Rückschläge geben, vielleicht auch mal ein paar mehr. Wichtig ist aber, dass man sich immer wieder darauf besinnt wo man hin will, seine Ziele dabei aber nicht zu hoch stecken sollte. Es gilt: Erweitern kann man seine Ziele, wenn man sie erreicht hat ja immer noch.

Wo ich nun schon mal beim empfehlen von Büchern bin gibt noch zwei Bücher:

  • Mütter mit Borderline-Persönlichkeitsstörung: Das Trainingsmanual »Borderline und Mutter sein«

  • Sicher durch Stürme und Flauten: Das Selbsthilfebuch für Mütter mit Borderline-Persönlichkeitsstörung

Ich habe beide Bücher nur in teilen gelesen, jedoch nur weil meine Therapeutin die Verfasserin dieser Werke ist und ihr gebügeltes Wissen und auch die Techniken in der Therapie teilt und übet.

Wo wir aber schon mal dabei sind… wie erklärt man seinem Kind das Mama oder Papa eine BPS habe? Wie erklärt man seinem Kind das man oft traurig und wütend ist ohne das es Angst bekommt? Wie erklärt man dem eigenen Kind das die Ausraster nix mit ihm zu tun haben?
Das sind echte Herausforderungen wie ich finde. Und auch geschultes Personal kann einem da keine eindeutige Antwort drauf geben.
Also muss doch das Bauchgefühl, in der Hoffnung das es schon weiß was es tut, für eine Lösung herhalten. Sehr unbefriedigend!

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