Endlich bewegt sich etwas

Meine kleine Tochter Isabel (6) lebt bei ihrem Vater. Nach der Trennung habe ich sie bei ihm gelassen in der Hoffnung das er das schon gut machen wird. Ein super großer Fehler wie sich rausstellen sollte.
Seit über 2 Jahren kämpfe ich dafür das meine Tochter raus aus dem Haushalt ihres Vaters kommt. Wobei kämpfen zu viel des guten ist, ich habe immer versucht es so Soft wie möglich zu machen, da ich immer noch an das gute im Menschen appellieren wollte und somit dem Vater die Chance gegeben habe das er etwas verändert. Er ist an sich kein schlechter Mensch. Leider ist die Situation nur schlimmer statt besser geworden.



Aber warum tue ich das: Oh weh, da gibt es eine Vielzahl von gründen.
Zu beginn der Trennung verlief alles soweit recht gut. Irgendwann lernte er eine Frau kennen die er auch gleich mal schwängerte. Nun ja, jedem des seine. Nur ist meine Tochter ein Kind das sehr viel Aufmerksamkeit braucht und ich ein Problem darin sah wenn ein Geschwisterchen mit im Haushalt lebt. Meine Bedenken stießen auf taube Ohren. Was ich auch verstehen kann, immerhin war es seine Familie. Nach dem die beiden geheiratet haben wurde die ganze Situation jedoch recht bizarr. Es wurde versucht mich aus dem leben meiner Tochter zu drängen. Mir wurden wichtige Informationen vorenthalten, teilweise wurde selbst auf nachfragen nicht geantwortet. Ich wurde beschimpft und gedroht das man zum Jugendamt ginge. Dumm nur das ich mich nicht bedrohen lasse. So mal, was wollten sie den auch beim Jugendamt vorbringen, was für ein quatsch.
Meine Tochter erzählte mir immer und immer wieder das sie von Papa gehauen wird, auf nachfrage wurde nur abgewunken. Es fand kein Austausch statt. So sah ich mich gezwungen zum Amt zu gehen. Gesagt getan. Beim Jugendamt stellte sich jedoch leider eine Denke ein die etwas unglücklich war. Sehr zu Gunsten des Vaters. Ganz nach dem Motto: Na die kleine hat ja schon ihre Mutter nicht, zumindest ist der Vater noch da auch wenn es Schwierigkeiten gibt.
Die Aussage meiner Tochter hatte sich nicht bestätigt, dafür sind aber andere Probleme zu Tage getreten. Es wurde also ein Clearing installiert, sprich zwei Sozialarbeiter die in der Familie über 6 Monate schauten wie es so läuft. Dies führte zu nix. Im Endbericht stand, Zitat: Wir konnten Herrn X. nicht klar machen was wir von ihn wollten. Ebenso wurde mir von eben jenen Sozialarbeitern mitgeteilt das der Vater meiner Tochter doch mehr ein Blender ist und sich so gar nicht mit sich beschäftig, nur die schuld bei anderen sucht. In der gesamten Zeit blieb ich mit dem Jugendamt im regen Kontakt.

Isabel sollte eingeschult werden, ich hatte was dagegen, sagte das es einen Riesen knall geben wird. Es wurde nicht auf mich gehört. Was soll ich sagen, sie wurde eingeschult und wenige Wochen danach wurde von der Schule verkündet: Isabel ist unschulbar. Sie schreit viel rum, lässt sich nicht aus einer Situation rausziehen uvm.
Bei einem Gespräch mit der Lehrerin wurde auch erwähnt das der Vater meiner Tochter ein Blender zu seinen scheint und das die Situation bei ihr zu Hause schon sehr angespannt sein muss.
Jetzt wo die Schule sich auch ans Jugendamt wendete fing es an sich etwas in Bewegung zu setzten. In der Zwischenzeit erzählte mir meine Tochter immer mehr unfassbare Dinge. Sätze wie, Du bist das Wochenende bei deiner bescheuerten Mutter. Oder auch, Verpiss dich Isabel, sollen keine Seltenheit gewesen sein. Das Jugendamt welches mit der Schule und dem Hort im engen kontakt steht, bestätigten diese Aussagen von meiner Tochter. Aber selbst mit diesen Sätzen und einiges mehr hat es noch ganze 6 Monate gedauert bis Isabel endlich aus dem Haushalt geholt wurde.
Nun wird sie für 3 Monate in einer pädagogischen Einrichtung untergebracht wo sie aber weiterhin noch in die selbe Schule kann. Sie also nicht komplett aus dem ihr bekannten Umfeld gerissen wird. Hier wird sie auch psychologisch betreut und eine Diagnostik gemacht. Ich bin gespannt was dabei rauskommt.
Zum Glück kann ich meine Tochter wie gewohnt sehen, da ich nicht das Problem bin.
Nur sehe ich nicht das ihr Vater und seine Frau eine Veränderung ihres Verhalten einleiten werden. Sollte meine Tochter also wieder zurück in den selben Haushalt kommen, wäre alles beim alten, alles wäre genau so schlimm wie bisher.
Jetzt heißt es abwarten wie sich das alles entwickelt.

Ein Gedanke zu „Endlich bewegt sich etwas“

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