Immer nur Kämpfen (1)

Geschrieben vor 1 Monat: Ein Kampf den ich nun schon seit einigen Jahren führe, ist ein Kampf für meine Tochter.
Das ist ein Stop an Go. Ewige Zeiten bewegte sich nix, dann auf einmal kam ein riesen Satz nach vorne um nun wieder stehen zu bleiben. So fühlt sich diese Situation zumindest an. Eine Zerreißprobe die ich niemanden Wünsche.
Seit meine Tochter in einer Clearingstelle (Übergangsheim) lebt, komme ich mir vor als würden selbst die Fachkundigen, psychologisch geschulten Menschen, die Klischee Keule schwingen. Da werden Elterngespräche geführt, mit jedem Elternteil einzeln, da der Vater meiner Tochter nicht mit mir in einem Raum sein kann. Ich war nun schon diverse male vor Ort für diese Gespräche. Jedes mal wurden mir aber die gleichen Fragen gestellt.
Fragen wie: Wissen sie warum Herr XY eine solche Abneigung gegen sie hegt?
Oder: Was denken sie können sie tun um die Kommunikation mit Herrn XY zu Verbessern.



Nun muss man wissen das ich was die Kommunikation angeht, wirklich sehr viel ausprobiert habe.
Ich habe versucht mit ihm direkt zu reden.
Ich habe versucht mit Hilfe des Jugendamtes ein Gespräch zu führen.
Ich habe versucht mit Familienhelfern auf neutralem Boden und mit Moderation eine Kommunikation möglich zu machen.
Und auch jetzt biete ich immer und immer wieder an das zu jeder Zeit ein Gespräch statt finden kann.
All diese Angebote wurden abgelehnt.

Wenn man mich einmal gefragt hätte, sich meine Antwort anhört und es dann gut sein lassen hätte, wäre ich nicht so verärgert. Denn auf meine Frage hin was man den Denke was ich für eine bessere Kommunikation tun könnte, kommt die Antwort: keine Ahnung.
Also warum zur Hölle fragt man mich innerhalb von 2 Monaten 5 mal was ich ändern könnte wenn doch Herr XY der jenige ist der solche Gespräche verweigert?
Mehr als es völlig Wertfrei anzubieten kann ich nun doch wirklich nicht.

Ich fühle mich bei diesen Gesprächen missverstanden. Ab und zu bekomme ich sogar das Gefühl das man mich reizen möchte um irgendwas negatives über mich sagen zu können.

Selbst nach über 2 Monaten ist immer noch nicht klar wie die reise für meiner Tochter weiter gehen soll.
Da werden mir Dinge über Isabel erzählt, über ihr Verhalten, was schon seit Jahren bekannt ist und schon in diversen Berichten festgehalten wurde. Dafür haben sie nun 2 Monate gebraucht, herzlichen Glückwunsch.

Noch viel besser finde ich aber wenn die Personen die – ich wiederhole es noch mal – psychologisch geschult sind anfangen zu Validieren. Das Konzept des Validieren ist sicher sehr gut und hilft auch, aber wenn man das bei einer Person wie mir macht die das Konzept kennt und es dann auch noch schlecht und plump macht, wirkt es schnell unecht und ich fühle mich verarscht. Was dazu führt das ich noch gereizter reagiere.

So geschieht es das ich bei einem Elterngespräch sehr gereizt reagiere, ich es aber auch so äußere und mich dafür entschuldige, mir die Person gegenüber nach wenigen Minuten mitteilt das ich ja sehr genervt und verärgert zu sein scheine.
WOW was für eine Leistung mir das mitzuteilen wenn ich es doch selbst erkannt und auch verbalisiert habe.

Update nach 3 Monaten: Die geschilderten anfänglichen Problem in den Elterngesprächen in dem Übergangsheim haben sich gelegt. Es werden zwar immer mal wieder die selben Fragen gestellt, jedoch viel mehr auf Isabel bezogen. Da es hier einzig und allein um meine Tochter geht, stört es mich nicht wenn diese Fragen auch wiederholt gestellt werden.

Nach dem der Vater meiner Tochter und ich nun schon seit gut 3 Jahren kein Gespräch geführt haben, soll nun ein solches mit Anwesenheit der Heimleitung endlich statt finden.
Ich muss gestehen ich bin total angespannt und habe große Angst.
Die Angst die ich habe kommt aus den verschiedensten Gründen.
Zum einen habe ich Angst davor das der Vater meiner Tochter sich wie immer verhält und schon an seiner Haltung zu erkennen ist das ich für ihn nur Ungeziefer bin.
Zum anderen habe ich Angst vor meiner eigenen Denke. Bei mir verhält sich das gern mal wie ein Pendel, welches zwischen den Gedanken: ich bin dir – Vater meiner Tochter – völlig überlegen und Hilfe ich bin absolut hilflos.
Bei dem Ersten Gedanken laufe ich Gefahr die von ihm gefürchtete Haltungen mir gegenüber, ebenfalls einzunehmen. Bei dem zweiten Gedanken laufe ich Gefahr das ich anfange verbal wild um mich zu schlagen um meine Hilflosigkeit zu verbergen.
Und ich habe Angst das hier eine Entscheidung getroffen werden könnte die ich nicht mit tragen kann. Eine Entscheidung die lautet: Isabel kommt zurück zum Vater.
Das wäre für mich das schlimmste das passieren kann.
Am Donnerstag ist es so weit. Ich versuche mich seit Tagen darauf einzustellen, jedoch will mir das nicht so recht gelingen. Ich versuche eine neutrale Haltung einzunehmen. Was wirklich sehr schwer ist jedoch hier absolut notwenig. Ich kämpfe gerade gegen meine Angst, meiner Ohnmacht, meiner Wut.
Aber wie soll man normal mit einer Person reden die es zulässt das dessen Frau zu meiner Tochter sagt, sie möge sich verpissen?
Wie soll man normal mit einer Person reden die es soweit kommen lässt dass das Jugendamt sagt, Isabel muss erstmal Zeitweise raus aus dem Haushalt?
Wie soll man normal mit einer Person reden, die mich seit Jahren wie den letzten Dreck behandelt?
Wie soll man mit einer Person normal reden die das eigene Kind nicht gut behandelt?

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