Unschulbar als Erstklässlerin?!?

Meine Tochter geht seit August 2019 in die Grundschule. Hier geht sie in eine Flex Klasse. Das heißt das die Schuleingangsphase flexibel gestaltet ist und bis zu 3 Jahre dauern kann statt 2 Jahre. Hinzu kommt, das in solchen Klassen mit Sonderpädagogen eng zusammen gearbeitet wird.
Wie Eltern wissen muss man sein Kind schon im Februar für die Schule anmelden. Ich für mein Teil war dagegen das Isabel im alter von 6 Jahren eingeschult wurde. Ihr Vater hörte nicht auf mich. Schon im Februar wurde ein Antrag gestellt der die Prüfung auf eine Schulassistenz ermöglicht. Diesen Antrag hat die Schule scheinbar komplett verschlammt wie sich vor einer Woche herausstellte.



Nach 4 Wochen in der Schule hatte ich ein Einzeltermin bei der Lehrerin meiner Tochter. Sie fragte mich was bitte mit dem Kind los sei, man könne sie überhaupt nicht kontrollieren.
Auch mit dem Vater fanden mehrere Gespräche auch mit dem Jugendamt und der Schulpsychologin statt.
Irgendwann hat die Schule über allen involvierten Köpfen (Eltern und Jugendamt) entschieden das Isabel nur noch 2 Unterrichtseinheiten am Tag zur Schule kann. Mit der Begründung Isabel sei Unschulbar.
Wir als Eltern hatten nun das Glück das die Tagesgruppe in die Isabel geht das auffangen konnte. Man stelle sich vor was wäre wenn die Tagesgruppe das nicht aufgefangen hätte, wohin mit dem Kind nach 90 min Unterricht?!?
Zu der Entscheidung die schon kurze Zeit nach der Einschulung getroffen wurde (also auch vor der Corona-Kriese), wurden wir bis heute nicht von der Schule Informiert. Diese Information haben wir von dem Jugendamt bekommen, die dem Vorhaben zum Wohle des Kindes zugestimmt hat.

Als ich bei der Schule anrief um einen andere Problematik zu erfragen wurde mir am Telefon mitgeteilt das man mir diese Auskunft nicht erteilen kann da ich das Sorgerecht nicht mehr hätte. BITTE WAS???????
Isabel lebte zu de Zeit in einem Übergangsheim.
Ich bin aus allen Wolken gefallen und rief vor lauter schreck das Jugendamt an. Die Dame am anderen Ende der Leitung schüttelte laut den Kopf und war auch etwas irritiert über die Aussage von der Schule.

So dümpelte es vor sich in. Die Situation zwischen der Schule und dem Jugendamt spitze sich weiter zu. Da die Schule zwar immer gemeckert hat dass das so mit Isabel nicht geht, aber nie einen Antrag Eingereicht hat um eine Schulassistenz zu beantragen und uns als Eltern völlig außen vor ließen.
Bei dem letzten Gespräch das in dem Übergangsheim geführt wurde mit dem Vater, dem Jugendamt, der Heimleitung und mir, stellte sich heraus das der geforderte Antrag schon seit über einem Jahr ausgefüllt und der Schule übermittelt wurde.

Nun wo die Schulen langsam wieder öffnen bekommt meine Tochter immer noch nicht die gleiche Behandlung wie andere Kinder. Sie wird weiterhin zum Großteil vom Unterricht ausgeschlossen.

Ich hatte heute mit der Schulleitung gesprochen. Das Thema war zwar ein anderes, aber ich dachte mir, frage ich sie doch einfach mal wie es dazu kommt das meine Tochter schon weit vor der Schließung der Schule zum Großteil vom Unterricht ausgeschlossen wurde.
Der Knaller war… sie konnte mir keine Antwort geben, hat versucht sich heraus zu reden. Das ist der schiere Wahnsinn was da abgeht.

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