Himmel bin ich wütend

Da war ich doch vor kurzen vor Gericht. Ich saß wie auf heißen Kohlen, wollte die Richterin unterbrechen. Meine Anwältin hat mir immer mal wieder ein kurzes Handzeichen gegeben das ich ruhig bleiben muss.
Mein Wunsch wäre es das meine Tochter zu meiner Mutter kommt und nicht in ein Heim. Ich als Internatskind kann, so denke ich, das recht gut einschätzen wie unschön das eigentlich ist.



Die Richterin sagte gleich zu Beginn das sie es als bedenklich erachtet wenn meine Tochter zu meiner Mutter käme, habe ich doch selbst auch keine gute Kindheit gehabt.
Am liebsten hätte ich sie gefragt ob sie denn hier richtig sitze wenn man solche Vorurteile hat. So weit mir bekannt ist, können sich Menschen ändern, Fehler eingestehen und nicht mehr machen. Es geschieht zwar zu selten, zugegeben, aber es passiert hier und da. Mit solch einer Einstellung ist das Ergebnis jetzt schon vorgegeben. Oder habe ich nun Vorurteile?
Etwas das mich richtig gefuchst hat war, das die Richterin so gar nicht auf die Aussage von Herrn XY in seinem Gegenantrag eingegangen ist, es sei im Spätsommer 2013 eine JA-Tante unangekündigt vorbei gekommen und wollte das Kind mit nehmen. Habe ich mir doch die mühe gemacht den Sachverhalt aufzuklären. Mit dem Ergebnis: Darüber steht nix in der Akte.
So hätte man gleich mal feststellen können das hier vermeintlich gelogen wurde. Wie ich finde eine wichtige Erkenntnis.
Das was mich auch auf die Palme bringt ist die Annahme des Jugendamtes das ich nicht in der Lage bin meine Tochter zu erziehen. Ich muss hier erwähnen das ICH mich nicht in der Lage sehe. Es hat seit Jahren niemand Fachkundiges mal darauf geschaut wie ich mit meiner Tochter umgehe. Alle Aussagen die vom JA oder anderen Stellen diesbezüglich kommt, ist meine eigene Aussage dazu. Wohlbemerkt immer mit dem Hinweiß das ich zu hohe Ansprüche an mich selbst und ich Angst habe. Daraus lässt sich nach meiner Auffassung nicht ableiten das ich nicht fähig bin. Aber man darf halt nicht ehrlich sein. Ist man es wird das einen scheinbar immer auf die Füße fallen. Was für ein Irrsinn. Auch hier wieder das gleiche Spiel: VORURTEILE. Es ist zum Mäuse melken.
Mich regt das alles maßlos auf. Seit 2,5 Jahren kämpfe ich. Seit 2,5 Jahren wird es immer wieder abgewiegelt. Seit 2,5 Jahren steht die Aussage „Kindeswohlgefährdung“ im Raum. Seit 2,5 Jahren bin ich die die nicht für ihr Kind da ist. Aber dabei bin ich es die die Missstände aufzeigt und kämpft. Muss man denn immer mit Anwesenheit glänzen. Das ist doch Bullshit. Bin ich eine schlechte Mutter weil ich nicht anwesend bin? Im Umkehrschluss wird daraus zu gern gefolgert das der Vater meiner Tochter ein guter Vater ist, weil er anwesend ist. Das kann doch nicht richtig sein, oder?
Es sei betont das ich sehr wohl anwesend bin. Nur nicht 24/7. Und wenn ihr Vater mich nicht so hassen würde, könnte man auch andere Umgangsformen zusätzlich etablieren. Alles nicht möglich wegen einen mir unverständlichen Hass auf mich.

Ich bin wütend. Ich weiß nicht auf wen. Auf mich, auf die Richterin, auf Herrn XY auf seine Frau. Mich kotzt das alles so an. Diese Vorurteile machen einen ganz irre.
Ich stand schon so oft da und wollte alles hinwerfen. Alles sein lassen. Meine Tochter wirklich verlassen. Getan habe ich es nicht. Aber es ist schwer, verdammt schwer.
Zum Glück bin ich nicht religiös, sonst währe ich zusätzlich auf ein nicht existierendes etwas sauer, oder was auch immer.

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