Start in das Arbeitsleben

Ich habe schon mal in meinem Leben gearbeitet. Sicherlich auch viel. Ich habe mich aber auch viel weitergebildet.
Eine Ausbildung, einen Techniker und ein Bachelor Studium. Alles technischer Natur. Also keine Brotlose Kunst sollte man meinen.
Weit gefehlt. Nach Beendigung meines Studiums musste ich ganze 2 Jahre suchen. Nun gut, Corona lag auch noch dazwischen, aber das macht es nicht besser, ehr noch schlimmer.




Leider starte ich in mein Arbeitsleben mit Schulden über Schulden. Die belaufen sich auf 16.500€.
Die ersten Schulden sind schnell erklärt: BAföG!!!
10.000€ Zinsfrei. Die ich demnächst mit ca. 135€ im Monat abstottern darf.
Dann kommen leider 3.000€ oben drauf. Warum dies frag man sich. Nun, ich habe mein erstes Studium nicht so geschafft wie ich wollte. Passiert. So das ich im 7. Semester den Studiengang gewechselt habe. Ich konnte das „neue“ Studium mit HartzIV finanzieren weil ich mit Kind einen Anspruch auf ein Teilzeitstudium habe und dies seit einiger Zeit mit ALGII „finanziert“ werden kann. Dumm ist nur wenn die Hochschule ein ganzes Semester braucht um mich in ein neuen Studiengang einzutragen. Somit habe ich also offiziell ein Semester weiter meinen alten Studiengang studiert, wurde aber hinterher rückwirkend in den neuen Studiengang Immatrikuliert. Ich war also nicht berechtig HartzIV zu beziehen. Exmatrikuliert war ich wegen den Wechsel aber auch nicht. Also habe ich weiterhin fast ein Semester lang BAföG bezogen, was sie natürlich zurück haben wollen. 3.000€. Diese sind nicht Zinsfrei.
Das JobCenter meinte jedoch das ausgezahlte Leistungen auch wenn diese im vollen umfang zurück gefordert werden, komplett an den Hartz-Satz angerechnet werden müssen.
Was ist das bitte für ein System???
Dann stehe ich derzeit ja vor Gericht weil der Vater meiner Tochter nicht einsieht das er nicht gut für das Kind ist. Als „Assi“ bezahlt der Staat die Kosten für solche Verfahren. Nun wo ich Arbeite, muss ich die Prozesskosten bezahlen. Nochmal so ca. 3.500€ die man monatlich abstottern darf.
Geil ist auch das man als „Assi“ ja im voraus das Geld bekommt. Also am Ende eines Monats bekommt man das Geld für den Folgemonat. Soweit so gut. Aber weh du bekommst Gehalt. Das wir ja rückwirkend bezahlt. Die Konsequenz ist dass das Amt die Zahlung für den Monat, in dem man anfängt zu arbeiten, einstellt. Wie man dann seine Miete zahlen soll, ist halt deine Sache. Du kannst natürlich Schulden beim JobCenter machen, die du dann abstottern darfst. Je nachdem wieviel man verdient arbeitet man, wenn es ganz dumm läuft, einem Monat umsonst. Somit sind meine Schulden nun noch mal um 890€ angestiegen. 17.300€
Und dann kommt nochmal Unterhalt oben drauf. Wie sich das verhält jetzt wo Isabel fremd untergebracht werden wird, weiß ich ehrlich gesagt nicht aber min. 345€ monatlich kommen noch mal dazu wenn das mal reicht.
Aber eins kann ich sagen, ich habe am Ende genau soviel Geld wie als „Assi“ für min. ein weiteres Jahr, eher zwei Jahre.

Und ja, dass ist jammern auf hohen Niveau. In anderen Ländern zahlt man sein Studium zeit seines Lebens ab. Aber das ist ja hoffentlich nicht der Massstab!?!

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