Immer nur ein Kampf (3)

Da lebte meine Tochter 4 Monate in einem Übergangsheim. So richtige glücklich war sie da nicht. Wie auch wenn die Kinder da kommen und gehen. So kann man ja keine richtige Beziehung aufbauen.
Ziel dieser Übung war herauszufinden ob Isabel wieder zurück zum Vater kann oder nicht.
Monate lang um nicht zu sagen bis 3 Wochen vor der Entlassung meiner Tochter sagte die Heimleitung immer mal wieder: Stand heute würde die Empfehlung nicht zu Gunsten des Vaters ausfallen.
Ich war etwas beruhigt, ist es doch genau das Ziel das ich habe.



Im letzten Gespräch klang das dann aber alles ganz anders. Da hieß es aufeinmal das die Empfehlung lautete das Isabel zurück zum Vater kann.
Ich bin aus allen Wolken gefallen. Ich war so sauer das ich bei dem Telefonat einfach auflegte.
Die Heimleitung hat jedoch eingeräumt das es Kontrollen bräuchte da sie sorge haben das ohne Kontrollen die Weiterentwicklung der Familie nicht mehr vorankommt.
Wir wissen doch alle wie schluderig solche Kontrollen von statten gehen.

Es gab nach dem Telefonat bei dem ich auflegte noch eine Zusammenkunft zwischen mir, dem Vater und der Heimleitung.
Hier habe ich nach 3 Monaten mal erfahren was genau das Problem bei der Familie XY ist. Grund dafür ist nicht nur der Vater, der nicht in der Lage ist seine Gefühle Ausdruck zu verleihen was es dann auch schwer macht die Gefühle eines Kindes zu spiegeln um es zu erziehen, nein ein Weiteres Problem ist seine Frau. Man muss erwähnen das der Vater meiner Tochter mit seiner Frau zwei weitere Kinder in die Welt gesetzt hat. Seine Ehefrau fing an über Monate hinweg meine Tochter abzuwerten, sie mies zu behandeln. Grund dafür seinen Sprüche die meine Tochter nur Ihr gegenüber geäußert hat. Sprüche wie: Du ziehst eh bald aus und dann zieht Mama hier ein.
Der Knaller an dieser ganzen Sache ist, die Frau hat es dem Vater nicht erzählt und als das rauskam war für beide klar dass das nur von mir (ihrer Mutter) kommen kann. Wow! Ich war paff.
Da ist der Vater nicht in der läge sein Kind zu schützen und gibt mir dafür die Schuld, irre.

Das letzte Treffen fand mit mir, Dem Vater, der Heimleitung und dem Jugendamt statt. Hier wurde mir dann endgültig mitgeteilt das Isabel zurück zum Vater geht. Das Jugendamt habe zwar Bauchschmerzen aber fühle sich nicht veranlasst zum Familiengericht (was der nächst mögliche Schritt wäre) zu gehen. Und der Heimleitung reicht es das der Vater erkannt hat das es Probleme gibt. Die Kontrolle von der gesprochen wurde ist selbstredend nicht installiert. Man vertraut drauf das der Vater es mitteilt wenn es nicht klappt wie man sie das jetzt ausgemalt hat.
Ist klar… wer soll das denn bitte glauben?

Glauben die Leute echt Vertrauen entsteht im Luftleeren Raum? Immerhin habe ich ihn anfangs Vertraut das er das mit meiner Tochter gut hinbekommt. Dann kam seine Frau und alles ging bergab. So ist zumindest meine Sicht auf die Dinge.

Aber immerhin hat er sich viel vorgenommen.

  1. seine Frau ist nicht mehr allein mit Isabel, vorerst. Was schon während eines Kurzurlaubes nicht geklappt hat, wie er selbst einräumte.
  2. will er mit seiner Frau eine Erziehungsberatung besuchen.
  3. will er mit mir eine Mediation besuchen um einen normalen Kontakt aufzubauen.
  4. will er mit mir zusammen ein Problem mit der Schule, das Isabel hat, lösen.
  5. er möchte alle zwei Wochen mit mir telefonieren um über unsere Tochter zu sprechen.

Jetzt bleibt mir nix anderes übrig als die Sache weiter aus der Ferne zu beobachten. Und es wird von mir verlangt das ich der Familie die schon alles gegen die Wand gefahren hat und meiner Tochter massiv geschadet hat, vertraue.

3 Kommentare zu „Immer nur ein Kampf (3)“

  1. Oh man.. dieses hilflose Gefühl.. furchtbar..da wird mit jungen Menschen gespielt. Und man kann nix machen, als Mutter. Zu dir ist weiterhin keine Option?
    Wünsche dir Kraft

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